Interesse an Zelda-Fanfictions? -- UdM 6

Maeuschen
Mit kleiner Verspätung und einer Vertretung meinerseits gibt es heute die neue Umfrage des Monats.
Wie steht ihr zu Zelda-Fanfictions, die von Zeldafans für Zeldafans erstellt werden? Seid ihr die Leseratte, die es nicht erwarten kann, neue Fanfics auf den Bildschirm zu bekommen oder könnt ihr mit literarischen Neu- und Weiterentwicklungen nichts anfangen?

Viel Spaß beim Diskutieren :)
Acrobat reader
Die üble Sache ist ja die: einerseits bildet das Zelda-Universum durchaus ja gute Möglichkeiten, eine Fanfic zu schreiben - die Charaktere sind relativ platt, jedenfalls die Hauptcharaktere, und man kann sie mit kreativem Inhalt füllen. Andererseits ist die Geschichte dann nie eine eigene, kann nie für sich selbst stehen, ist immer im Zelda-Kontext verhaftet. Das widerspricht mir einfach, denn eigenstaendige Literatur ist das leider nicht. Jedenfalls meiner Meinung nach nicht, aber ich bin ja auch kein grosser Fanfic-Schreiber. ;)

Achja: falls jemand mal Kafeis Quest literarisch bearbeiten würde, würde ich's sicher lesen!
Kaktustussi
Zitat:
Original von Acrobat reader
Andererseits ist die Geschichte dann nie eine eigene, kann nie für sich selbst stehen, ist immer im Zelda-Kontext verhaftet. Das widerspricht mir einfach, denn eigenstaendige Literatur ist das leider nicht.

Noch bis vor wenigen Monaten war ich der gleichen Meinung. Zufällig stieß ich dann mal auf einen Kommentar hinsichtlich der Weiterbearbeitung von Originalwerken in Fanfictions etc. (iirc von einer Person aus literarischen Kreisen), in dem geradezu dazu aufgefordert wurde, sich mit bereits existierenden Werken auseinanderzusetzen und sie weiterzuverarbeiten (in einer Art Open-Source-Rahmen). Ich fand den Gedanken, diese positive Herangehensweise an die Sache, verblüffend, aber auch irgendwie interessant: Denn warum soll etwas, nur weil es nicht zu 100% auf eigenen Ideen basiert, minderwertig sein? Ist eigenständige Literatur wirklich immer vorzuziehen? Lassen wir uns nicht alle auf irgendeine Weise inspirieren?
Seitdem sehe ich das mit der "eigenen" und der "fremden" Literatur nicht mehr ganz so eng, oder zumindest versuche ich, Fanfictions, die ich ja auch sehr gern konsumiere, nicht so krass gegenüber Originalwerken abzuwerten, bloß weil nicht alles daran selbst gemacht ist. Im Gegensatz zu Leuten wie der Hegemann teilt ein vernünftiger FF-Autor ja auch im Disclaimer mit, dass Charaktere, Plot etc. nicht seins sind.
FoWo
Ich finde, die Zeldareihe ist perfekt für Fanfictions, wie ja schon angedeutet wurde. Link besitzt nunmal, bis auf einige Helden-Klischees, nicht viel Charakter und man kann all seine Vorstellungen in ihn hineinstopfen, wie man will.
Aber genau da liegt das Problem, und zwar nicht nur im Zeldauniversum, sondern generell bei Fanfiction: Jeder kann es schreiben. Ganz egal, ob du gut bist oder nicht, ganz egal, ob du dich monatelang hingesetzt und professionell einen Plot erdacht hast oder in fünf Minuten hinklatschst, dass Link auszieht, einen Drachen bekämpft, Zelda rettet und das Triforce erhält.
Im Internet darf nunmal jeder jeden Scheiß veröffentlichen, der ihm, durch den Kopf gibt und es gibt niemanden, der das kontrolliert.

Ich für meinen Teil schreibe also unglaublich gern Fanfiction (na ja -- eher Drabbles, an mehr traue ich mich, wegen gerade genannten Qualitätsverlusten, nicht heran, das mag aber auch meine allzu selbstgeißelnde Kritik sein), die Werke anderer in dem Bereich zu lesen bereitet mir in der Regel aber mehr Qualen als alles andere.

Bestes Beispiel, sie möge mir verzeihen, dass ich sie nenne: Die Zelda-Fanfiction von bereth15. Ich kenne ihren Schreibstil mittlerweile zu genüge und halte sie durchaus für fähig. Die Zeldafanfiction, die sie hier veröffentlicht hat, löst bei mir aber auch allzuschnell den Wunsch hervor, mir die Augen zu bleichen. Vollkommen unabhängig vom Autor also verschmähe ich Zeldafanfictions, die nicht meiner Vorstellung entsprechen.

Manch einer mag mir wieder Arroganz vorwerfen, daher füge ich hinzu: Ich mag ja auch meine eigenen Sachen nicht. xD
Ulyaoth
Inzwischen lese ich Fanfictions nicht mehr. Nicht nur auf Zelda bezogen, sondern generell. Es gibt ganz, ganz wenige Ausnahmen, bei denen ich mal reinschaue, aber sobald ich "Fanfiction" lese, ist mein Interesse in der Regel gleich null.

Okay, wobei ich manchmal rein aus Spaß an der Freude das Internet nach den schlechtesten Fanfictions überhaupt absuche, die können ja auch ungemein unterhaltsam sein. Ich mein, eine Gears of War/Twilight Crossover Fanfiction? Glorios!
(Ohne Scherz, wirklich mal drübergestolpert)



Nja, um es kurz zu fassen: Früher hab ich Fanfics hin und wieder gelesen und sogar ein, zwei mal eine geschrieben (Jugendsünden, hach), aber heute ignoriere ich das Genre eigentlich komplett.
FoWo
Zitat:
Original von Ulyaoth
Nja, um es kurz zu fassen: Früher hab ich Fanfics hin und wieder gelesen und sogar ein, zwei mal eine geschrieben (Jugendsünden, hach), aber heute ignoriere ich das Genre eigentlich komplett.

Hey komm, eine dieser Jugendsünden hat hier mal den ersten Platz gemacht. ;)
Wobei ich bei Erinnerung an diese FF auch eher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen will. -- Und sei's nur drum, weil ein OC drin vorkam. OCs in FFs sind der Teufel, zumindest ab dann, wenn sie mehr als einen Satz reden oder gar -- le gasp! -- mit den Hauptcharakteren agieren. Zeter und Mordio!
Sirius
Früher schrieb ich welche. Sie waren sehr schlecht. Heute verzichte ich vernünftigerweise darauf und widme mich lieber eigenen Ideen. Manchmal lese ich in welche rein, höre dann aber schnell wieder auf, weil alle Charaktere um 180° gedreht wurden und mir sowas irgendwo immer weh tut.

Nichtsdestotrotz erkenne ich natürlich eine wirklich gute Fanfiction an, ohne Frage, aber wo gibt es die schon? 99,9% sind halt schlichtweg Käse, was aber nicht zuletzt auch oft an Alter und Reifegrad der Autoren/Autorinnen liegt.
bereth
Zitat:
Original von FoWo

Bestes Beispiel, sie möge mir verzeihen, dass ich sie nenne: Die Zelda-Fanfiction von bereth15. Ich kenne ihren Schreibstil mittlerweile zu genüge und halte sie durchaus für fähig. Die Zeldafanfiction, die sie hier veröffentlicht hat, löst bei mir aber auch allzuschnell den Wunsch hervor, mir die Augen zu bleichen. Vollkommen unabhängig vom Autor also verschmähe ich Zeldafanfictions, die nicht meiner Vorstellung entsprechen.

lol, ich verzeihe dir xD;
Was die Fic angeht, möcht ich mir meine Augen mittlerweile auch am liebsten.. rausbrennen oder so xD;
(Mal im Ernst, der Stil ist mir mittlerweile VIEL zu unausgereift, mal ganz abgesehen von den platten Charakteren. Hätte da noch anders Arbeit reinstecken müssen. Andererseits... eh xD;)

Wobei ich durchaus noch die Ambition habe, mal eine.. "vernünftige" zu schreiben, einfach weil darum :D
So lange probier ich ungesehen herum, bzw im Moment nur im Kopf, bis mir mal 'ne Idee kommt. Erstmal klein anfangen, sag ich mir ^^
Ich lese sie auch durchaus gerne, wenn mich die erdachte Geschichte in den ersten paar Abschnitten festhält. Wie etwa die Fic von Faylen7 auf zfans. Der Stil ist nicht das Gelbe vom Ei, aber ich finde ihre Idee ziemlich klasse.
Wenn ich allerdings über Fanfics stolpere, die nur nach dem Prinzip Gut gegen Böse laufen, dann mag ichs auch nicht lesen, denn das find' ich schon in den Spielen anstrengend - wenn der Antagonist keinen Hintergrund hat und einfach so aus Jux und Tollerei versucht, die Herrschaft zu erreichen und so weiter, blablubb, man kennt das ja. Nicht ohne Grund mag ich TWW-Ganon am liebsten, aber das ist ja 'ne andere Geschichte.

OCs in einer Fanfiction würde ich freilich auch nicht billigen, es sei denn sie sind logisch auf die IC-Charas zurückzuführen.
(in Zweimann-RPs ist das was anderes, da steht der Spaß am Schreiben für mich im Vordergrund; nur, falls du nachhaken willst, Fo ;D)

Ich stimme KT jedenfalls darin zu, dass es nichts minderwertiges sein muss, wenn man schon bestehenden Charakteren neues Leben einhaucht. Einige finden sich dann in der eigenen Vor- und Darstellung Links und Co. wieder, andere eben nicht. Das ist aber auch bei "normalen" Geschichten nicht andes, hier wird nur meist mehr Wert drauf gelegt, weil man die Charaktere eben liebt. Man kennt sie, hat sein eigenes Bild von ihnen, möchte es nicht misshandelt sehen.

Ich sehe in Fanfictions außerdem eine leichte Möglichkeit, am eigenen Stil zu arbeiten. Wenn mir eine Idee fehlt, schnapp ich mir etwas, mit dem ich schnell arbeiten kann und lasse mich hinterher zerfetzen, das geht einfach viel schneller. Trotzdem zeigt es mir Fehler auf, die ich beim Schreiben mache und das zählt ja im Endeffekt. Übung. Und so weiter :3
Eigenes braucht eh Zeit, bis es im Kopf ausgereift ist, wie soll ich das denn vorher zu Papier bringen? xD
CAMIR
Es wäre nicht so, dass ich mich nicht mit Fanfiction auseinandersetzte, ganz im Gegenteil, aber Zelda ist so überhaupt nicht mein Fanfic-Fandom. Es gibt nur ganz wenige Fandoms in denen ich lese und noch viel weniger in denen ich schreibe. Eigentlich nur 2: Gerade Avatar (also der Kinofilm) und Star Trek.

ZeldaFFs finde ich aus mehreren Gründen schwierig, einer davon, dass das Setting m.E. nicht genug hergibt um daraus eine spannende Story zu entwickeln. Das mögen andere anders sehen und ich will ihnen das nicht nehmen. Meins ist es nicht. ;)
MC Flurry
Ja, ich habe prinzipiell Interesse an Zelda-Fanfictions. Das liegt daran dass ich selbst an einer Fanfic von MM schreibe (schon. zu. lang. Gelle, Asta?) und dabei den Stil vergleichen und einfach sehen kann, welche Ideen andere FF-Autoren haben. Aber da liegt auch der Haken dran - die meisten Geschichten die ich bisher sah, waren unkreativ und haben mich nicht festgehalten. Das finde ich schade, da ich doch denke, dass das Zelda-Universum viel Potential hat. Das wird leider kaum ausgenutzt.

Ich denke, dass viele Fans einfach nur schreiben, sich aber nicht die Mühe geben wollen. Das Ergebnis weiß dann qualitativ natürlich nicht zu überzeugen. Imo sind das dann Fans, die so begeistert sind, dass sie einfach nur irgendetwas mit Zelda schreiben wollen, um den "Überdrück" loszuwerden. Sie wollen sich irgendwie damit befassen. Bei meinen ersten beiden FFs war das nicht anders, da war ich 12, hatte keine eigene Idee, und hab mich trotzdem rangesetzt. Natürlich, das Ergebnis war ziemlich mies (Und gewalttätig... :rolleyes: )

Einige Jahre später, als ich wieder die Lust verspürte zu schreiben, hab ich mich hingesetzt, das ist schon etwa zweieinhalb Jahre her, und ich schreibe seitdem und versuche mich zu verbessern und möglichst kreative Ideen in meine FF einzubringen. Mir liegt auf jeden Fall was daran, dass ich das Potential des Zeldauniversums ausnutze und dass meine Geschichte gut wird.

Kurzum: Die wenigen FFs, die mich überzeugen, lese ich sehr sehr gerne. Das sind aber Ausnahmefälle. Ich schreibe selbst an einer Zelda-FF und will danach noch weitere FFs folgen lassen. Mein Ziel ist es, dass Leute, die auch an Zelda-FFs interessiert sind, sie lesen und sagen können "Ja, diese FF war toll!". Klingt möglicherweise größenwahnsinnig, aber was soll mir passieren, wenn ich es versuche? :3
White Link
Früher hab ich wirklich sehr oft Zelda-Fanfictions auf zfans gelesen.
Ich erinnere mich da grad spontan an Sachen wie "Links Schlafanzug" oder allen anderen Dingen voran "Nur ein Spiel", das ich hier immer noch komplett ausgedruckt auf über 200 Seiten in einem fetten Ordner in der Schreibtischschublade schlummernd habe.
Wie ich diese Geschichte damals verschlungen habe...

Ich hab sicher ein oder zwei Male mit dem Schreiben einer Zelda-Fanfic angefangen, allerdings wurd das ganze nie etwas Größeres, dem entsprechend erinnere ich mich auch an nichts mehr. ^^

Die Interesse daran verflog dann auch irgendwann... Den Grund dafür kenne ich nicht genau, aber es hat mich einfach nicht mehr so besonders angesprochen wie vorher noch.

Für mich ist es dabei nur wichtig, dass die vorliegende Geschichte eine originelle Handlung verfolgt, die sich eben NICHT zu sehr am Spiel selbst orientiert (siehe Nur ein Spiel :p).
Dadurch wird das Ganze sehr interessant gestaltet, ist unvorhersehbar und trotzdem hat man selbst die vertrauten Zelda-Charaktere und Zelda-bezogenen Elemente vorm geistigen Auge.
sahasrahla
Ich hatte ja auch eine Drittel-FF, aber die Kapitel waren ViiEl zu kurz und die Story kam zu schnell weiter, es fehlten Details und der Stil war nicht sehr toll.

Ich hab in meinem explodierendem Kopf unzählige auch teilweise gute Ideen, aber die Umsetzung ist das, was zählt.

Vielleicht gibt es wenig Interesse, weil es oft wieder in den FFs so ist, dass Ganondorf Scheiße baut, Hyrule untergeht und Link alles wieder geraderückt, weil die Story von Nintendo eben so abläuft. Nur wenige bieten mal etwas Neues mit neuen Ideen, Ganondorf erhält eine neue Rolle oder kommt gar nicht vor. Und jemand sieht, dass schon wieder eine Zelda-FF geschrieben wird, muss man erst bis zur Hälfte lesen, ob es sich um eine neue Idee handelt oder ob alles wieder auf dem Standartschema basiert.
Posti
Vor ein paar Jahren hab ich auch wie White Link immer auf zfans welche gelesen, ich bin nicht wirklich ein Bücherwurm und da dacht ich so eine FF ist doch eine ganz gute Alternative.

Allerdings ist auch mein Interresse daran schon lange nicht mehr da, wohl aus Zeitgründen oder so , keine Ahnung wieso genau.

Selber wollt ich nie eine schreiben weil ich keine Ideen hatte xD

Ich kann mcih allerdings an kaum noch was errinern, von einer weiß ich noch den Anfang und zwar war dort Link der das Gesicht der grimmigen gottheit anhatte/oder auch nicht mehr und dann in irgendwas spiegelndes guckte (Pfütze oder so) und dann kam eine Zustandbeschreibung der Augen... ist schon so lang her was dannach kam weiß ich nicht mehr^^