Die deutschen Zelda-Mangas

bereth
Hallo Leute!
Also, es gibt ja schon einen Thread zum Manga, aber ich finde Diskussionen in diesem dazu etwas unpassend, da es ja um das Erscheinen der Mangas in deutscher Sprache geht (Man könnte ihn auch umbenennen, aber dann passt die Hälfte des Threads ja auch nicht mehr zum Inhalt). Daher dachte ich mir, dass ich doch extra eine Diskussion anzetteln könnte, jetzt, da ich ihn endlich (ein paar Mal) gelesen hab'. :)
(Habe mich auch durch's Forum gesucht und nichts explizites gefunden. Wenn euch das hier dennoch unnötig erscheint, einfach sagen.)

(Wusste jetzt aber auch nicht, ob der nicht eher zu Meinungsmache passt; wenn das der Fall ist, einfach verschieben ^^)

Aaalso: Was haltet ihr zum Beispiel vom Zeichenstil und wie Links Aussehen im Manga gehalten ist? Wie findet ihr die Darstellung der Beziehungen anderer Figuren zu Link und dass er als Junge als eine Art kleiner Weiberheld dargestellt wird (ihr wisst schon - Salia, Zelda, Malon, Ruto: eine ganz schöne Liste ;) )? Was haltet ihr von Mido? Betrachtet ihr den Manga eher unabhängig vom Spiel oder im Zusammenhang damit? Was haltet ihr von der eingefügten Rückblende beim Kampf gegen Volvagia? Zu weit hergeholt oder der Dramatik zuträglich? Empfindet ihr Abweichungen vom Spiel eher als Schwachstellen oder als Gute Beigabe von Himekawa? Welche Fragen fallen euch dazu noch ein?

So viele Fragen... Na, dann mal auf eine gute Diskussionsrunde!
(Ich habe gerade leider keine Zeit mehr, meine eigene Meinung abzugeben, da ich gleich wegmuss, hole das dann später aber nach)
hunkarcelebi
Wegen Zeitmangel werde ich nicht soviel schreiben können, also vorgestern holte ich mir ein Exemplar und gestern durchgelesen. Links Aussehen ist mir sympathisch, besonders die Mimik. Und Link war schon immer ein Weiberheld :D das wusste man in dem Spiel spätestens nach Rutoquest (Verlobungsring..jaja)
Ich fand die Story aber etwas öde am Anfang, ich kann mir es vorstellen, dass ein Laie (not Zeldafan) nichts damit anfangen kann, aber die Stelle mit Volvagia hat endlich mal Gefühle reingebracht, so wie ich finde, davor war alles so "grau"

So viel von mir :D
Kafei
Hm, also an sich find ich den Manga zum Spiel eigentlich recht gut.

Die Zeichnungen sind sehr hübsch anzuschauen, da hat der Zeichner sehr gute Arbeit geleistet (wie ja bei den meisten Zelda-Manga). Die Abweichungen vom Originalspiel sind in der Regel gut gesetzt und gefallen mir stellenweise sogar besser (ich find's zum Beispiel logischer, dass Mido am Anfang das Kokiri-Schwert hat, und nicht dass es in irgendeiner versteckten Truhe rumgammelt. Generell find ich Mido in dem Manga viel sympathischer, da seine spätere Reue besser rüberzukommen scheint). Oft werden auch Elemente kombiniert, die im Spiel nicht zusammengehören, sich im Manga aber trotzdem gut machen (wie z.B. dass Link schon relativ früh Epona begegnet und dass sie dann kurioserweise bei den Ereignissen in Dodongos Höhle mit anwesend ist).

Was mir hingegen nicht so gut gefällt, bzw. woran man sich erstmal gewöhnen muss ist die Verbindung der einzelnen Kapitel. Zwischen zwei Kapiteln finden teilweise heftige Sprünge statt, beispielsweise nach dem Waldtempel. Link verabschiedet sich von den Kokiri und ist im nächsten Kapitel auf einmal mitten im Kampf gegen Volvagia. Da hab ich erstmal zurückgeblättert, um zu schauen, ob ich was überlesen hab. Naja, muss man sich dran gewöhnen.

Die ganzen Szenen um Volvagia fand ich dann sehr heftig. Ich meine, ich werd ja immer schnell emotional, wenn ein Drache stirbt, aber das war schon irgendwie extrem deprimierend und hat mich ziemlich mitgenommen (obwohl ich ja sonst eher ein unsensibler Klotz bin, was Gechichten angeht).

Alles in allem also eine sehr schön gemachte Geschichte auf der Basis von Ocarina of Time. Generell kann ich bisher sagen, dass mir die meisten Zelda-Manga gefallen haben (sogar der von Four Swords Adventure und man muss schon ein Meister sein, wenn man da ne vernünftige Geschichte draus machen will), mit Ausnahme vielleicht von Links Awakening (stellenweise ganz gut, aber manchmal auch ziemlich plump).
Würd ich also ganz klar eine Empfehlung für aussprechen.

Und ich will immer noch einen zusammenhängenden Wind Waker-Manga ò___ó
bereth
So, da bin ich wieder und kann euch mit meiner Meinung beglücken ;)
Hm, dann acker ich mal am besten meine eigenen Fragen ab, was?


Also, der Zeichenstil hat mir sehr, sehr gut gefallen, oft sind Mangas ja so dermaßen überdreht, dass ich gar nicht hinschauen mag, was hier nicht der Fall ist, richtig gut gelungen! Der kleine Link ist so... niedlich! ^^ Ich bleibe bei, ich nenn's mal "Großaufnahmen" von Link immer länger hängen, um mir jedes Detail anzusehen, weil der wirklich sehr genial gezeichnet ist.
Tjaa, ganz zu schweigen vom erwachsenen Link! Er sieht einfach... *überleg* Hm, ich finde keine Worte, weil mir immer die Spucke wegbleibt, wenn ich mir vorstelle, dass mir mal so einer über den Weg rennt :knuddel:

Die Weiberheld-Geschichte finde ich auch ziemlich süß gelöst (hach, ja ich weiß, weibliche Wortwahl und Schwärmereien en mas... Ich kann eben nicht anders :tongue: ). Navis Reaktion darauf ist auch richtig witzig, endlich hat die kleine Fee einen richtigen Charakter bekommen!
Die Sache mit Salia ist natürlich um einiges trauriger als im Spiel, man kann in den Zeichnungen einfach viel mehr Gefühle erkennen - und ich finde jedenfalls nicht, dass die Story bis Volvagia "grau" ist (naja, abgesehen von der Farbe ^^).

Und Volvagia selbst... Ich habe noch nie bei einer gezeichneten Geschichte so schlucken müssen. Die Erinnerung serviert zu bekommen und dann auch noch die Tränen, die zu sehen sind, während Link dessen Kopf abtrennt (muss man aber ganz genau hinsehen, weil es sich kaum vom Rest abhebt). Das ist so unglaublich traurig und anrührend, dass ich es schon fast bedaure, es nicht im Spiel zu haben.

Damit bin ich auch schon beim nächsten Punkt: Ich versuche, den Manga zwar als eigenständige Geschichte anzusehen, aber als OoT-Fan kommt man natürlich nicht umhin, doch Vergleiche zu ziehen - und ich muss sagen, dass ich den Manga wegen der Emotionalität sogar fast besser finde. Ich denke auch, dass etwaige Storyabweichungen dem ganzen Geschehen nur gut tun. Ich meine, woher besitzt Link im Spiel die Fähigkeit, das Masterschwert sofort perfekt zu führen? Da ist es doch nur logisch, dass Impa als meisterhafte Shiekah-Kriegerin es ihm erst noch beibringen muss.
Ansonsten ist die Story vielleicht etwas schnell abgehandelt, zumindest der Anfang beim Dekubaum, naja und der Sprung zu den Goronen kam auch sehr überraschend, das stimmt.

Der große Vorteil am Manga ist aber auf jeden Fall, dass Link sprechen kann und somit auch seine Gefühlslage immer klar ist, man wird viel mehr in die Geschichte hineingezogen, wenn man erkennt, wie wichtig ihm z.B. Mido ist. Das kommt im Spiel gar nicht heraus, da rennt man einfach weg - auch finde ich Mido hier besser dargestellt, nicht so ein A****gesicht (sorry für den Ausdruck ^^) wie im Spiel, sondern eben ein kleiner Junge, für den alles ein bisschen zu viel ist.

Und dann noch die frühe emotionale Bindung zu Epona, das war auch super zu lesen. In Dodongos Höhle musste ich erstmal laut loslachen, weil sie da so ein dummes Gesicht zieht (oh, Mann, ich lache gerade beim Schreiben schon wieder los, einfach herrlich, dieser bedröppelte Blick :lol: )

Uff, im Moment fällt mir nichts weiter ein, obwohl ich wahrscheinlich nochmal das doppelte schreiben könnte, wenn ich drüber nachdenken würde. Aber das heb' ich mir für später auf.
Freu mich jedenfalls schon irrsinnig auf die letzten Kapitel der Erwachsenen-Saga und die anderen Mangas; muss mich ganz schön zusammenreißen, sie mir nicht auf Englisch zu holen und dann nur ein deutsches im Regal zu haben...

By the way: Wie findet ihr denn die neue Splittung der Bücher? Im Original ist es ja, glaub ich, so, dass die Erwachsenensaga komplett im zweiten Buch ist und nicht zu 'nem Drittel schon im ersten.
lastSamurai
Der Manga ist nett und extrem schön gezeichnet, auch die Story wird stellenweise sehr gut erzählt.
Aber vieles wird einfach viel zu schnell abgehandelt... natürlich find ich ihn noch immer gut und so, aber da hätte man schon sehr viel mehr Tiefe einbauen können. Vor allem bei den ersten 3 Tempeln fällt das auf, wobei Link ja eigentlich immer direkt den Bossen begegnet, ohne Tempel.
bereth
@lastSamurai

Ja gut, aber willst du denn in einem Manga lesen, wie er von Raum zu Raum zieht, Schlüssel und dergleichen findet und sich erst zum Bossraum durchkämpfen muss? :O Ich finde gerade die Sache, dass er gleich auf die Monster trifft, passend in die Story eingearbeitet, weil ja später klar wird, dass er eben noch kein guter Schwertkämpfer ist und diese Fähigkeiten noch erlernen muss. Und als schlechter Kämpfer durch eine Horde Monster preschen... Es ist ja auch eher so dargestellt, dass bei seinen ersten Siegen eben viel Glück im Spiel ist und weniger Können (gut, mit Schleuder und Bogen muss man erstmal zielen können, aber er ist ja schließlich der Auserwählte... ;) )

Was die Tiefe der Story angeht... Hm, gut, das Problem sind wahrscheinlich die Sprünge zwischen den Kapiteln, die Kafei schon angesprochen hat. Und die Story mit dem Triforce ist für Laien vielleicht wirklich erstmal verwirrend. Aber ich denke mal, dass das doch dann in der Erwachsenen-Saga beim Treffen auf Zelda und Ganondorf erklärt wird, wenn ich mich richtig an die Übersetzung auf zfans erinnere?

Würde das jedenfalls nicht als Schwäche des Mangas sehen, für mein persönliches Empfinden ist das Storytelling ideal, die Dramatik nimmt auch stetig zu, genauso die emotionalen Momente - was will frau mehr?
Kafei
Ich würde bereth15 in der Sache zustimmen. Gutes Storytelling ist eine komplizierte Angelegenheit und wenn Link in den Dungeons ständig damit beschäftigt ist, Schlüssel, Karten und Kompasse einzusammeln, dann nimmt das die Spannung aus der Geschichte. Ein Manga ist eben nicht dasselbe wie ein Spiel.

Ich muss dazu sagen, dass ich es gut finde, wie sie es im OoT-Manga gelöst haben. Der Rhythmus stimmt irgendwie.
Ein gutes Gegenbeispiel wäre zum Beispiel der LA-Manga. Da laufen die Dungeon-Erkundungen in erster Linie so ab:

Link steht in heroischer Pose und mit gezogenem Schwert vor dem Tempeleingang. Er reißt die Klinge in die Luft und brüllt lauthals "CHARGE!!!". Dann stürmt er in den Tempel, flitzt durch haufenweise generische Räume und mäht Reihen um Reihen an Gegnern nieder, verhält sich wie ein elitärer Superkrieger und steht dann am ende dem Obermotz gegenüber, den er irgendwie besiegt. Ich werd das Gefühl nicht los, dass Link in diesem Manga Superkräfte hat, die ihm die Stärke von tausend Kriegern verleiht (erinnert mich irgendwie immer an DBZ oo).
bereth
:D Jaja, der LA-Manga ist so 'ne Sache für sich - hab auch immer sehr gestaunt, wie er das macht. Wo ich gerade so darüber nachdenke, erinnert mich das an "The (real) Legend of Zelda": die Szene auf dem Marktplatz, als Link wie ein Besengter das Schwert schwingend durch die Stadt rennt und alle niedermäht :lol: *Träne wegwisch* Hach, herrlich...
Von daher bin ich wirklich froh, dass Himekawa das in OoT anders gelöst hat und die Konzentration mehr auf emotionaler Ebene liegt (CHARGE... also wirklich..^^)


Bei der Gelegenheit: Meine letzte Frage ist bei der Länge meines vorletzten Beitrages wohl untergegangen... ;)
Also stell ich sie einfach nochmal: Wie findet ihr die Autsplittung der Geschichte auf die Bücher? Also, dass im ersten schon die Erwachsenen-Saga losgeht, obwohl es im Original strikt getrennt ist?
Seena
Ich finde dein Zeichenstil sehr gut^^
Mir gefällt vorallem, dass Link eine Persönlichkeit bekommen hat und dass die Story ein klein wenig vom Spiel abweicht. Zum Besispiel die Sache mit Volvagia. Das bringt richtig, sagen wir mal, Schwung rein und ist nicht einfach so "Hach, da is ja en Drache, den muss ich besiegen" usw. Da is eben noch ein Hintergrund dabei.
(Gut, ich habe ihn schon bei zfans gelesen, aber trotzdem^^)
lastSamurai
Ehrlich gesagt kann ich auch nicht ganz verstehen dass ihr den Charakter von Link so toll gezeichnet findet. Es ist halt irgwie der Standard-Manga Charakter für nen Helden, und die Sache mit Salia wird auch auf ner halben Seite geklärt. Also wie gesagt, die Story ist an und für sich gut, aber dass ein Tempel und ein heiliger Stein innerhalb von 2 Seiten gewonnen wird ist doch ein bißchen seltsam. Da find ich Szene wie die Stadt Hyrule besser da da ein bißchen mehr Detail rüberkommt.
Und die Sache mit Volvagia ist ja an und für sich süß, aber irgwie doch ein bißchen kitschig. Kann sein dass meine Ansprüche auch einfach zu hoch sind für den Großteil an Mangas da draußen :D .
Wie gesagt ich finde ihn nicht schlecht, er ist eine recht schöne Ergänzung, aber mehr nicht.
bereth
Zitat:
Original von lastSamurai

Und die Sache mit Volvagia ist ja an und für sich süß, aber irgwie doch ein bißchen kitschig.


Findest du? Ich würde es eher "grausam" nennen; für jemanden, der so nah am Wasser gebaut ist wie ich und wenn es dann auch noch einen Drachen trifft (neben dem Phönix mein liebstes Fabelwesen), der dann auch noch mal so ein kleiner Süßer war... Ja, grausam trifft es für mein Empfinden schon ganz gut. :( Wahrscheinlich hast du wirklich hohe Ansprüche - und du siehst das ganze im Zusammenhang mit dem Spiel, wie's aussieht, hab ich Recht? Dass der Manga da in vielerlei Hinsicht (Storytiefe, Dungeons) nicht heranreicht ist ja ganz natürlich, finde ich.
Weiß auch nicht, was du gegen den Standard-Helden einzuwenden hast - Link ist doch ohnehin schon Standard oder nicht? ;)
(Versteh mich nicht falsch, kann deine Argumente absolut nachvollziehen, aber für mich ist die Dungeon-Frage bei einer Geschichte eben die totale Nebensache.)

Die Szene in Hyrule-Stadt dagegen finde ich wiederum zu lang - also am Anfang, wenn Link und Navi noch am Staunen sind, noch völlig in Ordnung, aber Zelda ist mir dann etwas zu süchtig nach Spiel und Spaß (verständlicherweise, aber doch ziemlich extrem). Ist zwar auch richtig gut umgesetzt, also ganz niedlich (Link, der Weiberheld ^^), aber eben etwas zu weit ausgeholt, dass hätte man auch mit wenigen Bildern umsetzen können.

Naja, dann spiegeln wir uns wohl in unserer Meinung :)
Kafei
Zitat:
Original von lastSamurai

Und die Sache mit Volvagia ist ja an und für sich süß, aber irgwie doch ein bißchen kitschig.


Na, so ganz nachvollziehen kann ich das aber auch nicht. oô

Ich denke mal, kitschig wäre es gewesen, wenn die beiden ein bisschen miteinander gekämpft hätten, Link die ganze Zeit sachen ruft wie: "Erinner dich" (tut er ja glaube ich auch), Volvagia dann wieder normal wird und soetwas vom Stapel lässt wie: "Link, mit deiner Liebe und deinem Glauben an mich hast du den bösen Fluch von Ganondorf gebrochen und mich wieder zu meinem wahren Selbst geführt".

Naja, ich find die Stelle nicht kitschig, ich find sie von Ganondorfs Standpunkt her sogar eher ziemlich pervers.
bereth
(gepusht, edit 2 zum Push siehe unten)

Zitat:
Original von Kafei

Ich denke mal, kitschig wäre es gewesen, wenn die beiden ein bisschen miteinander gekämpft hätten, Link die ganze Zeit sachen ruft wie: "Erinner dich" (tut er ja glaube ich auch), Volvagia dann wieder normal wird und soetwas vom Stapel lässt wie: "Link, mit deiner Liebe und deinem Glauben an mich hast du den bösen Fluch von Ganondorf gebrochen und mich wieder zu meinem wahren Selbst geführt".

:lol:

Stimmt, das denk' ich auch. Von daher ist das Ende der Szene ja auch so niederschmetternd. Hab's jetzt schon ein paar Mal gelesen und musste trotzdem immer wieder schlucken.
Wahrscheinlich ist der Fluch, der auf Volvagia lastet einfach zu stark, um von so etwas wie Gefühlen durchbrochen werden zu können, wenn man mal an die Macht des Triforce-Fragmentes der Kraft denkt, derer sich Ganondorf ja bedient.

Edit: Mir fiel gerade noch ein, dass es eine gute Story gewesen wäre, wenn in der Erinnerung das Spiel der Ocarina vorkommt und Link dann Volvagia etwas vorspielt, um ihn wieder zu Besinnung zu bringen. So stell' ich mir jedenfalls die Heilung einer Amnesie vor. Und bei OoT wäre das ja passend, auch wenn es wegen der Story eben trotzdem nichts bringen würde..

Edit2:
Jetzt mal zu der Sache mit der Buchaufteilung; also, dass die Erwachsenensaga im ersten Buch schon mit drin ist, was ja inhaltlich nicht ganz so konform geht mit dem Original, welches beides getrennt veröffentlichte.
Für mich persönlich war es ersteinmal eine Überraschung, dass das erste Buch auch den erwachsenen Link schon mit behandelt. Ich musste mich erstmal darauf einlassen, aber mittlerweile finde ich es doch ganz passend. Das liegt vor allem daran, dass Link ja im Prinzip hier noch mitten in der "Ausbildung" steckt. Hier im Manga wird ja auch klar, dass er eben im Inneren immer noch der kleine Junge ist, als welcher er vor sieben Jahren das Schwert aus dem Zeitenfels zog. Und nun zieht er aus, als gestärkter Krieger, reifer und eben erwachsener.
Oder hättet ihr es besser gefunden, wenn man das in der Übersetzung strikt getrennt hätte?
Prinzessinzelda
ach ich liebe diesen manga Daumen hoch
Ich freue mich schon total auf den 2.Band :dance:
bereth
Zitat:
Original von Prinzessinzelda
ach ich liebe diesen manga Daumen hoch
Ich freue mich schon total auf den 2.Band :dance:


Ich liebe ihn auch, aber warum geht's dir denn genauso? Würde mich mal interessieren, was du nun genau an diesem Manga so liebst, hast ja nu nicht sooo umfangreich diskutiert ;)
HeyDay
Da ich den Manga nur auf Englisch habe, kann ich zu der Übersetzung ins Deutsche nicht allzuviel sagen. Aber der Zeichenstil gefällt mir außerordentlich gut. Er ist klar und übersichtlich ohne leer zu wirken.
Schonmal vorweg, es kann gut möglich sein, dass sich hier einige Spoiler einschlechen werden, insbesondere, wenn es sich um Deatails handelt.
Falls jemand den Manga also noch nicht gelesen haben sollte, oder einiges selber herausfiltern will, sollte sich nicht umbedingt alles durchlesen.

Storytechnisch ist der Manga teilweise wechselhaft.
Klar weicht er von der Originalstory vom Spiel ab was sich besonders beim Beispiel der Dungeons zeigt. Teilweise fehlen sie komplett, was man durchaus hätte besser machen können.
2-3 Bildchen zu prägnanten Inhalten eines Dungeons hätte man gut und gerne zeigen können und nicht lediglich den Kampf mit dem Endboss.
So findet man sich besser in die jeweilige Umgebung ein und bekommt ein "heimisches Gefühl" (zumindest für die, die Oot gespielt haben.

Aber fangen wir vorne an:
Ich weiß nicht ob es mir bloß so vorkommt oder tatsächlich so ist, aber ich finde die Einführung in das ganze doch recht langatmig.
Bis Link mal aus dem Wald raus ist und sich bei Zelda seinen Auftrag abgeholt hat, vergehen einige Kapitel. Allerdings schätze ich, dass es daran liegt, dass ich im Spiel diese ganze Prozedur schon tausendmal durchgemacht habe und nun beim lesen die gleichen Gefühle empfinde.

Dannach allerdings geht es schnell vorran: Link besiegt Dodongo, Link trifft kurz auf Malon, Link besiegt die Biotentakel und schon steht das Schloss in flammen. Und all das innerhalb 2 Kapitel.
Der Rest des Buches ist jedoch gut ausgearbeitet.
Mal abgesehn von der Sache mit dem Feuertempel.
Das Kapitel wirkt auf mich als wäre es erst vergessen worden um anschließend einfach reingestopft zu werden. Der verlorene Zusammenhang zur Gesamtstory wird einfach durch die emotionale Geschichte zwischen Link und Volvagia überdeckt.
Da krieselt es natürlich heftig und nur mit gutem Willen und der Liebe zu Zelda kann man bei sowas mal ein Auge zudrücken.

Storymäßig wurde natürlich einiges verändert, weggelassen oder eingebaut.
Soweit ist das auch völlig in Ordnung. Szenen wie die Rettung des Soldaten nach Links wiederkehr aus dem Heiligen Reich unterstreichen nochmal die Spannung des ganzen, auch wenn sie im Spiel an sich nicht vorkamen (nagut, in einer Seitengasse saß damals ein Soldat, aber eine große Rolle spielte er ja nicht wirklich). Genauso wie mit der "Mannesprüfung" in Kakariko. Durch solche Szenen werden die Charaktere einfach mehr ausgebaut und bekommen zusätzliche Symphatiepunkte.
Der Manga gibt der Geschichte allgemein sehr viel mehr Leben als es zu erwarten wäre. Link bekommt einen Charakter der zugleich einen jungen, witzigen, fürsorglichen Typen zeigt aber auch den mutigen, zurückgezogenen, starken Einzelkämpfer. Quasi einen Typ Mann den Frau im evolutionspsychologischen Sinne sucht.
Was die anderen Charaktere betrifft sind die eher gespalten zu betrachten.
Epona, Impa oder Mido werden sehr gut vorgestellt, was man im Spiel nie so wirklich hatte, wohingegen Salia, Malon und Ruto eher nebensächlich behandelt werden obwohl man mit ihnen doch einige vielschichtigere Erinnerungen verbindet.
Ob nun ein fester Charakter für Link (und andere) gut oder eben nicht gut ist, sollte jeder für sich entscheiden. Da gehen die Meinungen ja erfahrungsgemäß auseinander.

Was mir hingegen teilweise missviel, war der Versuch mit deplazierten Personen und Ereignissen Verbindungen zu schaffen. Die Gerudos die im dritten Kapitel plötzlich auftreten und dazu führen, dass Link die verlorene Ocarina der Zeit findet sind einfach unnötig. Storymäßig hätte Link so oder so zu Zelda gemusst, nicht nur um die Ocarina abzugeben.
Auch das auftauchen von Kebora Gebora auf der Lon Lon Farm scheint mir ein einfaches Mittel um einen zeldatypischen Charakter einzuführen und gleichzeitig schnell einen Bezug zum nächsten Punkt der Story zu bekommen.

Die Aufteilung der beiden Bände ist dennoch sehr gut gelungen.
Eine Aufteilung in strikt getrennte Kind- und Erwachsenensaga wäre unnütz, da wir ja alle wissen, dass rein Storytechnisch die Erwachsenenzeit von Link um einiges länger und umfangreicher ist, als die Kindheitszeit.
Wenn man genau hinsieht, dann merkt man auch, dass die Bezeichnung Kindheitssaga und Erwachsenensaga durchaus geschickt gewählt ist.
Am Ende des Mangas macht Link mit dem Kampf gegen Schattenlink klar, dass er jetzt reif ist als Erwachsener durch die Welt zu ziehen und Hyrule zu retten. Der Kampf gegen sich selber zeigt dass er seine Schwächen besiegen kann und der Ohrring als Zeichen seiner Männlichkeit ebenso.
Als letztes Bild sieht man Link schließlich auf Epona sitzend, in neue Abenteuer ziehen. Ein gelungener Abschluss für eine gelungene Geschichte.

Da ich schon weitere Bände der Reihe gelesen habe, könnte ich mir darüber noch ein Urteil erlauben, belasse es aber einfach mal hierbei da dieser Beitrag schon spoilerlastig genug ist, und warte bis sich der nächste deutsche Band in die Hände der Leser verirrt.
Prinzessinzelda
Zitat:
Original von bereth15
Zitat:
Original von Prinzessinzelda
ach ich liebe diesen manga Daumen hoch
Ich freue mich schon total auf den 2.Band :dance:


Ich liebe ihn auch, aber warum geht's dir denn genauso? Würde mich mal interessieren, was du nun genau an diesem Manga so liebst, hast ja nu nicht sooo umfangreich diskutiert ;)


sry

also er ist toll gezeichnet,die story ist toll,ich hab jetzt immer was tolles zu lesen. ;)
bereth
@PrinzessinZelda
Toll! ^^

@HeyDay
Zur Aufteilung - wie gesagt, sehe das ähnlich. Ich denke auch, dass die Tatsache, dass Link eben in Kakariko als erwachsener, naja Shiekah sozusagen, ge...- ja, was eigentlich? Äähm, "gelocht" wird (mir fällt eben das richtige Wort dafür nicht ein, hab' irwie grad 'ne Sperre ^^), so passend als Ende für den Manga-Teil.

Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Einführung kein bisschen langatmig finde (bis aufs Spielen mit Zelda). Link wird als frecher Bursche eingeführt, Mido als fieser kleiner Frechdachs, Salia als seine beste Freundin... Ich denke nicht, dass da etwas hätte fehlen dürfen.
Selbst, wenn man das Spiel kennt, ist es doch so, dass zum Beispiel Mido ganz anders rüberkommt - in OoT ist er einfach nur ein A**** und hier ein frecher Junge, der sogar traurig ist, dass Link gehen muss. Also kommt, finde ich in den ersten beiden Kapiteln gut raus, dass die beiden trotz allem irgendwie Freunde sind - wär schade, wenn das fehlen würde.
sahasrahla
Ich muss sagen die Story in OoT (Spiel) ist am Anfang richtig dumm.
Man geht zu Zelda und sie kommt gleich so an:
"Ich habe dich erwartet, du bist das Gute in meinem Traum gestern. Der da drüben ist der Böse aus meinem Traum. Wir müssen den töten!"(So in der Art)

... für mich hört sich das an wie geisteskranke kinder, die zuviel FSK 18 Filme ansehen!
bereth
:lol:

Naja, du musst aber bedenken, dass Zelda eben weiß, dass ihr Traum eine Vorahnung ist - aber jetzt, da ich darüber nachdenke - neee, du hast Recht! ^^

Im Manga ist's ja dann anders gelöst, da sieht's ja mehr nach Zufall aus, obwohl sie auch da weiß, dass jemand kommen wird - warte mal, sie sagt doch, dass sie von Anfang an wusste, wer Link ist: Deshalb hat sie ihm doch auf dem Marktplatz geholfen! Aber eleganter als im Spiel ist's allemal, das stimmt...