Rauben zu große Spielwelten den Spielspaß?

Fuchspower
Sicher werden sich einige noch erinnern, wie hoch bei den Releases von TWW und TP die riesigen Spielwelten gepriesen wurden. Auf den ersten Blick wirkt das sehr ansprechend, aber letztendlich hat diese Weltgröße den Spielen eher geschadet als geholfen.

Wenn man in Berichten hört, dass die Welt so groß sei, bezieht man das gleich auf bekannte Teile un bildet sich ein, es gäbe aufgrund der großen Fläche auch viel mehr Charaktere und viel mehr zu entdecken. Ich finde aber, dass das überhaupt nicht stimmt.

Zeldaspiele haben immer Handlungszentren. Diese werden gebildet aus den Städten und den Dungeons. Die "Oberwelt" hingegen stellt nur das Verbindungsstück der einzelnen Handlungszentren dar. Natürlich wirkt es langweilig, wenn man direkt von A nach B kommt, weshalb diese Welt mit irgendwas ausgeschmückt werden muss. Das wird mit zweierlei Dingen getan: Zum Einen gibt es die Gegner: Diese Zeitgenossen sollen den Spieler davon abhalten ohne Probleme von A nach B zu gelangen - obwohl das nicht wirklich ein Problem darstellt. Ich habe nie jemanden erlebt, der an der Oberwelt verzweifelt ist (außer vielleicht bei AoL, das in der Hinsicht eine Ausnahme darstellt).

Zum Anderen beinhaltet sie meistens einen großen Anteil an Sammel-Sidequests. Ein gutes Beispiel hierfür stellt OoT dar: Die Hylianische Steppe ist schlichtweg ein großes Stück Wiese, auf denen ein paar Gegner wohnen. Den einzigen, wirklichen Anreiz, den dieser Ort bildet, sind die Nachtschwärmer. TP ist da ganz ähnlich, nur dass die Welt noch viel größer ist.
TWW und PH besitzen eine vergleichsweise riesige Spielwelt - jedoch auch die leerste. Zum Teil fährt man gefühlte Stunden über Wasser. Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön, aber ich denke nicht, dass sie bei dem Ereignisreichtum einen Spielanteil von 40-70% besitzen sollte. Gegner gibt es nur wenige und diese sind dann nur in speziellen Sektoren anzutreffen. Die meisten Inseln, die nicht zur Hauptstory gehören, beinhalten keine NPCs (abgesehen von Terri). Im Prinzip springt man auf ihnen in ein Loch, besiegt ggf. ein paar Gegner und bekommt als Belohnung eine Truhe, in der sich ein Herzteil oder eine Schatzkarte (oder Rubine °_°) befinden.

Auch Spirit Tracks scheint von der Weltkarte nach ihrem Vorbild (PH) zu gehen. Ich verspreche mir aus dem Spiel ewig dauernde Zugfahrten, die keine Abwechslung bieten.
Es mag vielleicht für manche absurd klingen, aber ich würde mich sehr darüber freuen, wenn das neue Zelda für Wii eine eher kompakte Welt bieten würde. Majora's Mask zeigt, dass auch eine kleine Welt sehr viel Spaß bieten kann. Wie heißt es so schön? Weniger ist mehr.

Was meint ihr dazu? Werden die Welten allmählich zu groß und fehlen ihnen dafür Punkte, an die man gerne zurück kehrt?

P.S.: Ja, ich bin ein Landschaftsbanause. Aber das heißt nicht, dass mich das Feeling der großen Welten nicht auch gepackt hat. Nur wird es auf die Dauer langweilig. Ich würde auch nie im Leben auf Oberwelten verzichten wollen, denn ohne sie ist das Spiel auch langweilig.
Luciotion
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Zu TP kann ich nicht viel sagen (ich schäme mich dafür habs aber noch nicht gespielt), aber bei TWW war es zu BEginn nur ätzend wenn man von Drakonia nach Tanntopia muss, und das ohne Kanon des Sturms. Das artet teilsweise in bis zu 5 Minütigen fahrten aus, wenn nicht länger. und die Beschäftigung auf diesen Fahrten ist gleich null. Bei MM war es optimal gelöst. relativ kleine Flächen mit ausreichend vielen Gegnern. so sollte es gerne wieder kommen.


Zu ST: da habe ich auch die befürchtung, dass es seehr langweilige Fahrten werden könnten, aber mal sehen wie Nintendo das umsetzt. Aber ich wüsste nicht, wie man das umsetzten soll...


Mfg
Recht
Ich weiss nicht warum unbedingt Windwaker's Fahrten übers Meer so in der Kritik stehen. Ich liebe Zelda ALttP dafür, daß quasi auf jedem Quadratzentimeter der Karte etwas zu erleben/entdecken/enträtseln gibt doch bei Windwaker habe ich nichts vermisst, ich habe Windwaker gespielt wie fast kein Spiel Jahre zuvor und danach - nämlich in einem Rausch. Das Spiel lässt in meinen Augen nichts vermissen und vermittelt (für den der es mag) ein Spielgefühl das einen einfängt.

Bei einigen RPG's gibt es allerdings oft Momente/Szenen in denen Grafiken lediglich zur Hintergrundberauschung dienen ohne, daß das Spiel die aufwendigen Hintergrundgrafiken richtig mit Handlung ins Spiel einbeziehen.
Bei meinen ersten Final Fantasy's z.B. (4 und 6) fand ich es ziemlich komisch, daß viele schönen Städte usw. kaum etwas bieten außer mit einigen Personen zu reden und höchstens mal 1-3 Truhen zu öffnen. Hier vermisste ich wie bei Zelda III, daß man etliche Gegenstände aufheben, kaputtmachen oder sonst wie einbeziehen konnte.

DAS sind für mich Momente wo ich finde ein Spiel ist "zu groß" wenn die Spielwelt nämlich fürs Auge viel bietet aber spielerisch leider nicht viel Inhalt hat (wenns um Interaktion geht meine ich).





Neuerdings steht ja "FUEL" (von Codemasters) im Guinness-Buch der Rekorde als Titel mit der größten Spielewelt. Es kommt also immer aufs Genre an wie groß eine Spielwelt zu sein hat bzw. sein kann/muss.
Der echte Link
Naja, ich finde die Welten auch manchmal etwas zu groß oder besser gesagt eigentlich zu leer, denn ewiges laufen macht auf Dauer ja keinen Spaß. Es solte da viel mehr, als nur ein paar Gegner geben. Zu der Spielwelt in MM kann ich nix wirkliches sagen, da ich es nur mal kurz gespielt hab und nicht selbst besitze. Im Allgemeinen finde ich sollte die ganze Spielwelt voller sein, es sollten einfach mehr Interaktionen mit ihr möglich sein, also Personen, Gebäude etc. und nicht nur ne' Wiese. Und zu den ganzen Inseln muss ich sagen, dass ich sie auch meistens überflüssig fand, denn es gab welche, die einfach (fast) keinen Sinn hatten und die Seefahrten waren auch zu lange für ein Spiel. Wenn sie schon lange sein sllten, sollten sie auch viel mehr bieten, denn Wasser und Gegner ist nix besonderes. Wenigstens einige Schiffe mit anderen Charakteren wären nett, auch eine größere Verbindung zwischen Meer und Inseln sollte es geben, also so, dass man auch mal einen Charakter auf der See findet.

Und zum Thema Spirit Tracks: Ich denke hier könnte es entweder nur schlimmer, oder besser als in PH werden, denn in PH kann man auf dem Meer hinfahren wo man will, in SP gibts feste Schienen. Jedoch könnte es in SP auch eine normale Oberwelt geben, in der man frei herumlaufen kann, was ich stark hoffe.

Außerdem sollte es in der Spielwelt auch Wetter und Jahreszeiten bzw. (in TWW / PH) Gezeiten geben, denn sonst ists ja noch langweiliger, finde ich zumindest.

Edit:
Wie konnten zwei andere so schnell vor mir posten, bin ich wirklich so lahm -.-
SAX2
ich persöhnlich hätte auch wie schon gesagt ein paar mehr gebäude oder npcs in der spielewelt. in den meisten zeldas hat man (fast) nie npcs außerhalb der stadt oder ähnlichen orten gesehen. einzelne gebäude oder leute die zwischedurch von einer stadt zur anderen gehen sowas hätte ich gern, aber dann sollte es auch eine sichere handelsroute, bei der es keine monster gibt oder so geben, wo die npcs rüberlaufen, da ich es unheimlich idiotisch finde, wenn ein npc rumsteht und alle monster ignorieren ihn/sie und sie greifen nur den spieler an.
FoWo
Also TWW wurde tatsächlich mit der Zeit langweilig, ja. beim ersten mal spielen ist man noch geflasht, alles ist so groß und bunt und schön, aber nach der dritten Reise nervt es. Wenn man das Spiel bereits ein paar mal durchgespielt hat, neigt man dazu, sich während der Segelei ein Brot machen zu gehen oder ähnliches.

Bei TP bin ich anderer Meinung, Hyrule war mir zu klein. Dafür, dass es hieß, man brauche von einem Ende Hyrules bis zum anderen eine halbe Stunde, war's zu wenig.
ich liebe Hyrule in TP, ich laufe unglaublich gern einfach umher, einfach, weil es so schön dort ist.
Klar ist die Oberwelt nie so besonders special... Aber ich finde, verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten würden das ganze schon aufpeppen. (Wenn zum Beispiel ein FLuss durch ganz (!) Hyrule flösse, den man dann auch ganz (!) in Zorarüstung und/oder Kanu erkunden kann.)
Die Sache in TP, durch die Steppe aber den Wagen mit Ilia und Ralis zu beschützen peppt das ganze schon mehr auf. Die Steppe sollte vielleicht einfach ab und zu in die STory verwickelt sein und nicht einfach nur... da.
TourianTourist
Das Problem sind nicht die großen, weiten Oberwelten an und für sich, sondern deren unabwechslungsreichen Interaktionsmöglichkeiten. Man kann auch nicht sagen, dass die Welten leer sind. Das sind sie nicht. Nur bekommt man an jeder Stelle das gleiche geboten, wodurch es schnell langweilig wird.

Der Ozean von The Wind Waker ist nicht leer. Ganz im Gegenteil. 49 Inseln und in vielen Quadranten gibt es Piratentürme, U-Boote, unzählige versunkene Schätze, die Riesen-Oktoroks, Beelde Händler, und, und, und... wie da jemand schnurgerade den Kurs halten und sich langweilen kann, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich musste sogar Liste führen, was ich alles in welchem Quadranten erledigt habe, damit ich nicht total die Übersicht verliere. So viel hat das Meer von The Wind Waker zu bieten. Das Problem ist hier, es ist immer alles absolut dasselbe. Der Großteil aller Inseln schaut gleich aus und bietet dasselbe Prinzip. Und spätestens nach dem 10ten Piratenturm sind diese auch nicht mehr spektakulär. Es fehlt an Attraktionen, andere Inseln, größere Inseln, größere Schiffe, ...

In Twilight Princess dasselbe. Auf den Feldern gibt es hier nur vier "interessante" Dinge. Die goldenen Käfer, die Irrlichter, die Wolfshöhlen und vereinzelte Schatztruhen. Und sonst nichts Nennenswertes. Auf die Dauer ist das tierisch langweilig, weil immer dasselbe. Warum gibt es nicht die ein oder andere Attraktion in den Feldern? Z.B. im südlichen Feld hätte herrlich eine Windmühle hingepasst. Hätte das gesamte Gebiet aufgelockert und wäre interessant. Nur so als Beispiel.

Nintendo muss einfach den Fokus darauf setzen, dass jedes Gebiet auch etwas Markantes bekommt, irgendetwas Besonderes, das es von anderen Gebieten abhebt. Und dass sie nicht in das Muster verfallen, Sammelitem hier, Höhle da, und wieder dasselbe. Abwechslung ist gefragt. Das Problem sind dabei natürlich Produktionszeit und -kosten. Man merkt insbesondere in The Wind Waker, dass sie gerne copy&paste gemacht haben, um die Welt zu füllen. Aber gut, in dem Falle wäre es eventuell besser, wie der Threadersteller vorschlägt, auf kleinere Welten zu setzen. Aber dann wären die Welten auch wieder weniger beeindruckend und das Gefühl von Weite fehlt... Da kann man nur hoffen, dass Nintendo genug Zeit und Kosten in Zelda Wii investiert, um große UND abwechslungsreiche Welten zu bieten.
Sirius
Nun ja.

Die Oberwelt in AoL fand ich absolut geil. *___* Vor allem für'n NES-Spiel. Okay, der kurze Dungeon-Part vor dem Großen Tempel war gigantisch schwer (zählt der als Oberwelt? %D), aber das schmälert es nicht.
ALttP war da auch super. Da gab's auch überall was. Ich mag das Spiel nicht so gern, was ich nicht begründen kann, aber tolle Oberwelt.
Link's Awakening hingegen liebe ich (erstes Zelda ;w; ), aber da war die Oberwelt wieder genauso gut. Tauschgeschäfte, yay! Und Wart. xD Gleiches gilt für die Oracle-Teile... echt gut und geschickt konstruiert.
Die Spielwelt bei OoT war okay, da war zwar nicht gigantisch viel los, aber gut. Geschenkt.
In MM war es absolut super, ich hatte nie das Gefühl, dass es irgendwo zu wenig zu entdecken gibt. Ist meine Lieblingsoberwelt aller Teile. Auch deshalb, weil ich sie von allen am "auswendigsten" kenne. xD Na gut, nach LA vielleicht.
In TWW -- nun ja. Ich finde die Bootsfahrten an sich sehr attraktiv, aber die einzelnen Inseln hatten mit wenigen Ausnahmen einfach zu wenige Eigenheiten. Wie mein Vorposter erwähnte. Große Welt, jau, aber irgendwie... mh. Wobei mich in dem Spiel das Minitendo-Quest eh übelst angekotzt hat, darauf hatte ich nie Bock.
PH hingegen fand' ich super, weil der Ozean deutlich kleiner war, man sich gut teleportieren konnte und die Inseln in ihrer Zahl stark reduziert, aber in ihrer Einzigartigkeit gesteigert wurden. Generell, die Sidequests in PH fand' ich super. Auch die Sache mit den Tropfen... und das Heben der Schätze. Top.
Und in TP... ja. Superschöne Steppe, aber herb ereignislos, irgendwie. So'n Häuschen irgendwo hätte da schon gereicht.
Fazit: In den 2D-Teilen sind die Oberwelten irgendwie immer gut. Okay, Zelda 1... naja. Das nehm' ich mal aus der Reihe.

Ich vergleiche mal spiel-/genre-übergreifend, so als neuer Ansatz. Per se liebe ich große Oberwelten. Ich brauche einfach meine Bewegungsfreiheit, die Möglichkeit, alternative Orte zu erkunden, zusätzliche Herausforderungen zu entdecken und so weiter. Ich habe Spider-Man 2 auf dem Gamecube geliebt, weil große Stadt und x-tausend Challenges darin. Auch Jak 3 hat da alles richtig gemacht, die Wüste ist echt groß, schön anzusehen, das Durchqueren macht Spaß und die Challenges sind auch nicht von schlechten Eltern.
Okay, man kann's auch übertreiben, klar. Es hat zwar keine klassische Oberwelt und ich liebe dieses Spiel abgöttisch für sein Anderssein, aber in FF X-2 zum Beispiel konntest du keine drei Schritte durchs Spiel machen, ohne irgendeine (eventuell wichtiges) Nebenaufgabe zu verpassen... ohne Lösungsbuch spielen ist da relativ quest-suizidal, wenn man nicht gerade DER Uber-Gamer ist.

Für Zelda, nun ja. Macht die Oberwelt aus TP ein bisschen größer, ein bisschen abwechslungsreicher und verseht sie mit mehr Eigenheiten, dann bin ich eigentlich schon zufrieden. :3
xell
Ganz klare Sache für mich: Nein!

Nur weil manche zu faul sind, dann alles durchlaufen zu müssen, soll der Spielspaß flöten gehen? Diese Leute sollten sich besser gar kein zelda antun....denn ein Zelda zwingend zu spielen, kann es auch nicht sein.

Als damals OoT herauskam, war die Steppe und das Drumherum DIE sensation. Mit jedem Screenshot mehr fieberte ich dem Veröffentlichungstermin entgegen =D Die Steppe ist für mich bis Heute, die beste, die ein zelda je zu bieten hatte.

MM ist mir da zu straff. Vier Areale, alle mit den unterschiedlichen Elementen versehen - zu fanatsyhaft für mich. Und mittendrin ne dicke Stadt - das nimmt einfach Platz für eine weite Steppe. Deswegen hat mir die Landschaft in MM nur bedingt gefallen.

Gleiches bei TP. Die Grafikpower sorgte natürlich für eine geile Steppe, doch diese war letztendlich einfach zu linear. Das Erdbeben hat viel zunichte gemacht, die klaren Wege nerven einfach auf Dauer. Zwar sind die einzelen größeren Ebenen schön anzusehen (Ranelle), aber das war es auch schon. Ich hätte gern ein weites Wieden- und Feldland mit Wald und Landschaft - eben wie hier auch. Keine so extremen Abgrenzungen. Oder anders gesagt: Ich hätte gern ein großes Gesamtareal, nicht vier kleine Areale. Eben wie in OoT. Von der TP Steppe war ich deshalb auch etwas enttäuscht. Da hatte ich wohl zu hohe Erwatungen.

Ich wünche mir ja ein Zelda, wo die Steppe wirklich eine echte Steppe ist und wo es nicht plötzlich ein Schneegebiet gibt - vielmehr sollte das Spiel so programmiert sein, dass letztlich irgendwann schnee fällt und damit neue eigenschaften in der spielewelt geschaffen werden, die auch zur Lösung von Rätsel oder Gegebenheiten die benötigt werden zum Vorankommen, genutzt werden können. Das wär mir tausendmal lieber, als plötzlich son Schneeteil vor die Nase gesetzt zu bekommen - so wie aus dem Nichts. In meinem Kaff steht ja auch nicht urplötzlich ein zweites Himaliya. oo
Kafei
Ich denke mal, eine Antwort hierzu lässt sich in wenigen Sätzen formulieren:

Die Größe der Spielwelt ist egal, solange verhältnismäßig viel Inhalt vorhanden ist, um sie zu füllen.
Wenn man genug Inhalt in die Spielwelt reinpackt, sollte es dem Spieler idealerweise gar nicht auffallen, dass die Spielwelt so groß ist. Hat man jedoch nur wenig Inhalt (viel genanntes Beispiel von mir: Twilight Princess), sollte man in Erwägung ziehen, den Gürtel (der um die Spielwelt gewickelt ist :ugly: ) etwas enger zu schnallen.

Die Inseln in TWW hätte man etwas enger zusammenrücken können, man muss dem Spiel aber auch zugute halten, dass es sich seiner Monotonie bewusst ist und es versucht wurde, die Fahrten durch Minispiele (spring über die Fässer) etwas aufzulockern.
Finstergarde
@ Kafei: Da stimm ich dir zu.

Gegen ne große Spielwelt hab ich garnix. Im Gegenteil. Ich finds echt klasse. Unter der Bedingung, dass sie wirklich gut gefüllt ist. Wenn man erstmal ne halbe Stunde zum nächsten Ort reisen muss und immer nur das selbe kommt, nervt das schon echt.
Kaktustussi
Ich stimme ebenfalls Kafei zu:
Solange die Welt mit genug Inhalt gefüllt ist und man nicht müde wird nach neuen Dingen zu suchen und schließlich mit schönen Entdeckungen belohnt wird, gibt es kein "zu groß".
Das einzige, was passieren könnte, wäre, dass es SO VIEL zu entdecken gibt, dass man damit (zumindest im ersten Durchgang) überfordert ist. Aber sowas stellt eigentlich eher ein temporäres Phänomen dar. So etwas habe ich nämlich bei MM erlebt: ich wusste gar nicht, mit welchem Sidequest ich anfangen sollte, weil alles so toll war :) Aber ein wirkliches Problem ist das natürlich nicht ;)


Zitat:
Original von xell
MM ist mir da zu straff. Vier Areale, alle mit den unterschiedlichen Elementen versehen - zu fanatsyhaft für mich. Und mittendrin ne dicke Stadt - das nimmt einfach Platz für eine weite Steppe. Deswegen hat mir die Landschaft in MM nur bedingt gefallen.

Das sehe ich ähnlich. Die Welt von MM wirkt auf mich ziemlich konstruiert - auf natürliche Weise würde so eine Landschaft doch niemals zustandekommen. Die Übersichtlichkeit fördert es auch nicht gerade, eigentlich verwirrt es mich eher. Wenn ich nicht drölftausend Mal als Gorone durch die Termina-Steppe gerollt wäre, wüsste ich immer noch nicht, ob der Strand nun neben dem Ikana-Canyon liegt oder gegenüber. :/
hunkarcelebi
Ich mag große Welten, wenn die Aussicht schön ist. In TP konnte ich nie genug davon bekommen einfach mal zu "spazieren" und die Welt sich angucken, genauso wie in WW, einfach genial :D
FoWo
MM fand ich war auch ein oberweltmäßiges Desaster. Ich fand Termina nie besonders schön designt, es wirkte alles eng und bedrückend -- was sicherlich gewollt war, wenn man an den Inhalt des Spiels denkt.

Trotzdem hab ich dann lieber ein etwas größereres, leereres Hyrule wie in TP (wobei ich nie so ein großes Oberweltproblem hatte, ehrlich gesagt hab ich nie drüber nachgedacht bisher) als ein kleines, vollgepumptes Areal.
r3tr0
Ich würde hier gerne mal einen Vergleich zu Fallout 3 ziehen. Das Spiel bietet eine GIGANTISCHE Oberwelt. Und obwohl diese GIGANTISCHE Oberwelt keine wirkliche Abwechslung bietet (Größtenteils Schutt und Asche - Atomkrieg halt ;D ) gibt es trotzdem wahnsinnig viel zu entdecken. Obwohl die Oberwelt eigentlich absolut langweilig sein müsste, haben die Entwickler es geschafft, dies aufzulockern, indem sie überall mal kleine Häuser, Quests, Items oder sogar absurde Eastereggs (Aliens ftw :ugly: ) eingebaut haben. Und so ist diese leblose, triste Oberwelt trotzdem irgendwie doch voller Leben und absolut super umgesetzt. Da stören nichtmal die langen Fußmärsche.
Wenn man sowas (Natürlich kein postatomares Nachkriegshyule, sondern diese kleinen Gimmicks und Orte) in ein Zeldaspiel einbauen würde...Oder in TP eingebaut hätte, würde die Ebene auch nicht so gezwungen-riesig aussehen. Das hat man ja sogar in Windwaker geschafft, auch wenn es nur Wachposten der Moblins waren.
Auf so eine Ebene wie in TP kann ich verzichten.

@FoWo: Klar bietet Majoras Mask keine besonders große Oberwelt, aber das hat mich nie gestört, da es das irgendwie mit der Fülle an Sidequests wieder ausbügelt.
Senfsamen
Das Besondere an Majora's Mask war ja, dass - wenn man vom mitunter tatsächlich etwas seltsamen und sehr linearen Design der Oberwelt absieht - kein einziger Kartenabschnitt "überflüssig" war - in jedem Winkel gab es Orte zu finden, die questrelevant waren oder an denen man Masken, Herzteile oder Rubine finden konnte~ mitunter musste man an bereits besuchte Orte später zurückkehren, um dort weitere Aufgaben erledigen zu können.

Ähnliches gilt für Ocarina of Time und Wind Wind Waker, auch wenn letzterem der Makel anhaftet, dass die Reisewege zwischen den Inseln sehr lang sind. Was mich persönlich aber sehr bei diesem Spiel gestört hat, war, dass man bei der Triforce-Queste und bei einigen Rubinschätzen immer wieder durch absolut identische Höhlen musste

Bei TP vermisse ich das ziemlich. Dort hast du ziemlich große Gebiete in der Steppe, die einfach nur drauf angelegt sind, dass du stramm durchmaschierst, und hier und da vielleicht mal nen Käfer oder ein Irrlicht aufsammelst oder ne Höhle aufbombst oder mit dem Enterhaken langhechtest. Was ich extrem schade finde, ist die Tatsache, dass viele Bereiche von TP - einmal durchgeritten - für den weiteren Spielverlauf extrem uninterressant sind, es stört mich, dass die Steppe - wenn man von der Pferdewagen- und Quellwasserqueste absieht - questmäßig ungenutzt bleiben und auch Routen wie z.B. Nordhyrule oder der Todesberg nach einmaligen Besuch nicht mehr wirklich viel zu bieten haben. Großtes Pro war aber wirklich das sehr schöne Design der Oberkarte.

Meiner Meinung nach wäre eine Mischung von MM und TP die optimale Lösung: eine kompakte Oberwelt mit zahlreichen Nebenquesten und Handlungsorten, die aber trotzdem logisch (!) aufgebaut ist (also nicht Schneegebirge neben Wüste etc.), eine gewisse Handlungsfreiheit liefert (ich betone bewusst "gewisse" - Wer Golden Sun 2 gespielt hat weiß, was ich meine, wenn ich sage, dass es ziemlich ätzig ist, wenn man keinen blassen schimmer hat, wo die nächste storyrelevante Quest zu finden ist. Elementarfelsen und Dreizack, anyone?) und ein schön anzusehendes Design bietet.
blacksun84
Ich bin eher ein Freund von kompakten Spielwelten. OoT war da schon sehr gut, weil die Steppe nicht zu groß war und dadurch auch nicht zu leer erschien. Auch mittendrin die Farm hat alles aufgelockert. Aber gerade bei TP war mir die Steppe auch zu sinnlos. 2 oder 3 Teilgebiete, die unterm Strich keiner wirklich braucht. Da war MM besser, weil wirklich jeder Fleck seinen Sinn hatte. Wenn wenigstens irgendwann mal in einem Zelda-Spiel neben der großen Hauptstadt (Hyrule-City, Unruh-Stadt, etc.) ein paar kleine Dörfer auftauchen würden. Gerade in TP wäre doch eine kleine Besiedlung von Kakariko toll gewesen und 1-2 Gehöfte in der Steppe. Dieses drumherum war schon immer ein kleines Problem bei Zelda. Dann lieber wie eben in MM eine kleinere Spielwelt, dafür aber gefüllt mit vielen Sachen, die man machen kann. Nochmal brauche ich keine riesige Steppe wie in TP, wo es außer 1-2 Quests, Käfer und Geister kaum etwas zu tun gibt.

PS: Und auch Fuel zeigt, dass eine große Spielwelt zu wenig befüllt nicht das Gelbe vom Ei ist ;) .
Daywalker91
Also ich habs gern real und gerade die größeren Steppen in TP fand ich toll ka, ich tauch bei Rollenspielen gerne in die Speilwelt ein und da gehört find ich sowas einfach dazu :)
Twilight Soldier
Ich liebe große Spielwelten, ich liebe es in diese eintauchen und mich in das Spiel hineinversetzen zu können. Mir persönlich gefallen diese großen Welten, weil es viel zu entdecken gibt, das heißt verschiedene Völker/Rassen, verschiedene Terrains (Berge, Tal, unterirdisches Gelände, Flüsse, etc.). Darüber hinaus gibt es Platz für eine Menge Sidequests.
Es gibt jedoch auch Dinge, die man bezüglich der Größe bemängeln kann.
Wie schon oft erwähnt, muss man sich in dieser Oberwelt komfortabel fortbewegen können (womit ich sowohl Raum, als auch Zeit meine). Dies ist nicht bei allen Spielen gut gelöst. Konkret meine ich Final Fantasy VIII. Ich hasste Reisen zu weit entfernten Orten, womit die große Spielwelt zumindest in FFVIII den Spielspaß herabsetzte. (Trotzdem ist FFVIII top.)
In den "großen" Zelda - Teilen auf jeden Fall sehr gut gelöst (WW: Wirbelwinde, TP: Teleport, MM: Kepora Gebora).

Also ist meine Antwort auf die Frage: "Rauben zu große Spielwelten den Spielspaß?": Nein!
So lange man mit der Spielwelt interagieren kann und sie nicht nur Raum sondern auch Herausforderungen bietet, interessant ist, neugierig macht und eventuell dazu motiviert, einfach mal stehen zu bleiben und die Landschaft zu bewundern, ist die große Spielwelt einfach grandios !
redlink_06
Zu große Spielewelten rauben nicht den Spielspaß. Im gegenteil - sie tragen in vielen Fällen zum größerem Spielspaß bei. Allerdings muss hierbei, wie so oft schon erwähnt, bedacht werden, dass eine große Spielwelt auch dementsprechend mit Details, nebenquests und anderen Besonderheiten ausgestattet werden muss. Regionen dürfen gerne ähnlich aussehen, aber sie müssen ihren eigenen Charakter bewahren. Es bringt einfach nichts, wenn man in TWW mindestens 15 überflüssige Inseln hat, weil man nichts auf ihnen machen kann oder weil es sie in fast genau der gleichen form schon gibt. Ebensowenig braucht man die Eldin-Ebene, wo wirklich nichts los ist.

Jedoch sei gesagt, dass eine große Landschaft mit genügend extras gar nicht falsch sein kann. Okami hat mir zum beispiel darin gefallen, dass jede region etwas eigenes hatte. Trotzdem wirkte auch das Spiel an einigen wenigen Stellen ein bisschen leer. trotzdem ist das schon als ein Schritt in die richtige Richtung zu werten.

Noch besser hat mir da San Andreas gefallen, wo man wirklich durch ganz Kalifornien (oder halt San Andreas) reist und an jeder ecke so ziemlich alles denkbare machen kann. Auch hier gibt es einige unnütze Ecken, aber negativ fällt das nicht gerade auf, da man insgesamt so viel zu entdecken hat, dass es einfach zu fast jedem Zeitpunkt Spaß bringt - selbst in der tiefsten Pampa.

Für Zelda wünsche ich mich mir die Kartengröße TPs oder etwas größeres, die Realität der OoT-Landschaft* und schließlich das Abwechslungsreichtum von MM. Schön wäre auch ein Zelda, dass Ozean und festland beinhaltet. Dafür müsste man dann aber noch gute 10 Jahre warten, damit es in einer annehmbaren größe über die Bühne geht. *das einfach mal so schätz*


*(bis auf den Wald), wobei ich hier daran denk, was bei TP falsch gemacht wurde (Hylia-See in 200m Tiefe, senkrechte Klippen, Wüsten, zu denen man nur mit einer Kanone raufgeschossen werden kann, etc.)